Probiotika dürfen nur ausreichend charakterisiert als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden. Sie stellen Konzentrate in Reinform dar. Die Wirkung der enthaltenen Mikroorganismen muss durch wissenschaftliche Studien gesichert sein. Für die Herstellung existieren strenge Sicherheitsauflagen. Für optimale Effekte müssen die Kulturen in einer definierten Menge vorliegen. Diese Menge sollte eine optimale Wirkmenge garantieren unter Berücksichtigung der empfohlenen Dosierung und der Haltbarkeitsdauer.

Die Quantifizierung von Bakterien kann druch die sogenannten koloniebildende Einheit (KBE, englisch: colony forming unit, CFU) abgeleitet werden. Sie wird in einer Bakterienkultur außerhalb von Lebewesen ermittelt. Die probiotischen Kulturen müssen die Magen-Darm-Passage, das heißt den magensauren Teil und den Dünndarm mit den Gallensalzen überstehen.

Wichtig ist darüber hinaus die genaue Deklaration des Probiotika-Stammes in den Präparaten. Selbst, wenn sich die zugrunde liegenden Mechanismen ähneln, können individuelle Eigenschaften einer spezifischen Art oder Gattung Unterschiede in den Effekten bewirken. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien beziehen sich stets auf einen definierten Bakterienstam